Fische füttern ?

by Adam Bowman

Mittwoch, 13. Juni 2007

Statt Fotos...


Falls Ihr Euch gefragt habt, warum es auf dieser Seite schon so lange keine neuen Einträge mehr gab, dann lasst Euch gesagt sein, dass meine superschnelle WLAN-Verbindung anscheinend immer noch zu langsam ist, um drei Bilder auf einmal in diesen Blog zu laden. Man hat ja nicht ewig Zeit, und nach 15-minütigem Auf-den-Bildschirm-Starren habe ich dann doch genug von dem netten "Laden"-Zeichen ;)
Dafür bekommt Ihr jetzt eine kleine Geschichte.

Kennt Ihr diese Leute, die in der U-Bahn anderen dezent über die Schulter gucken, wenn diese eigentlich nur in aller Ruhe ihre Zeitung lesen möchten ? Oder die im Buch mitlesen, wenn der Besitzer offensichtlich unbedingt wissen muss, wie es weiter geht ?? Man kann diese Personen auch daran erkennen, dass sie (sobald der Leser - wenn er geschickt ist - ruckartig den Kopf hebt, oder auch nur zufällig den Blick im Raum schweifen lässt) so tun, als fänden sie das Werbeplakat zur spur- und schmerzlosen Haarentfernung schräg hinter dem Beobachteten unglaublich interessant. Oder die Werbung für die Rückenschule (in Ihrer Nähe !).
Kommt Euch das bekannt vor ? Mir auch. Denn ich bin eine von ihnen.

Zu meiner Verteidigung muss ich folgendes sagen - ICH KANN NICHT ANDERS !!
Das erste Mal passierte es, als ich morgens etwas übermüdet auf dem Weg zur Arbeit an der Schiebetür stand und mein Blick auf mein Gegenüber fiel, der gerade einen Roman las (der Titel fällt mir nicht mehr ein, wahrscheinlich waren es zu viele). Und mein Blick blieb einfach an dem Titel hängen - nichts zu machen ! Und so war es auch später, egal ob ich einen Blick über die Schulter (nicht meine) werfen konnte, um noch zwei Satzfetzen des unheimlich spannend aussehendem Thrillers zu erhaschen, oder ob es die Schlagzeile der Zeitung war (die ich normalerweise natürlich niemals lese) - Gedrucktes zieht mich magisch an. Doch ich bin nicht allein, es gibt noch andere (die Züge sind voll von meinesgleichen)... Zum Beispiel bemerkte ich heute einen jungen Mann, der unauffällig (nur für mich nicht) bei seinem Nachbar mitlas. (Es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.) Nur kann ich nicht sagen, welche Schlagzeilen bei demjenigen zu lesen waren, denn ich habe eine Therapiemöglichkeit entdeckt, und werde sie konsequent durchführen.
Dumm nur, dass ich jetzt bestimmt meinen Ausstieg verpasse, weil ich so in meinen Krimi vertieft bin.